
Als eingefleischte Aldiana Urlauber testeten wir im Oktober 2022 das erste Mal die Konkurrenz Robinson. Dank eines günstigen Last Minute Angebotes verbrachten wir zehn Tage im Robinson Landskron am Ossiacher See in Kärnten. Trotz der knapp neunstündigen Fahrt freuten wir uns auf die noch unbekannte Umgebung.
Herzlich Willkommen im Robinson Landskron
Bei bestem Wetter kamen wir gegen Mittag am Villacher Südufer an und wurden herzlich empfangen. Beim Check-in erklärte uns als Robinsonneulinge die Rezeption kurz das Konzept und alle wichtigen Infos zur Anlage. Danach konnten wir schnell vor Restaurantschließung etwas essen und bezogen unsere Zimmer. Gebucht hatten wir zwei Doppelzimmer für Sigle mit Kind. Unser Wunsch, dass die beiden Zimmer nebeneinander lagen, konnte berücksichtigt werden. Die Zimmer auf der zweiten Etage mit Blick auf den Berg waren sauber und erwartungsgemäß ausgestattet.
Noch die lange Autofahrt in den Knochen, ließen wir es nachmittags langsam angehen und erkundeten ein wenig die Außenanlage. Diese stellte sich als weitläufig und mit etlichen Sitz-und Liegemöglichkeiten heraus. Es gab neben einem Spielplatz auch einen kleinen, mit Sand umrandeten Kleinkind-Badebereich. Bei strahlend blauem Himmel suchten wir uns eine Liege direkt auf dem Steg zum See und ließen die Seele baumeln.
Am Abend erwartete uns wie schon mittags (abgesehen vom Nachtisch) ein abwechslungsreiches und schmackhaftes Buffet und ein Tisch mit Blick auf die untergehende Sonne hinterm See. Auch das Frühstück am nächsten Morgen konnte sich sehen lassen. Bei der Snackline am Nachmittag wurden zwar zu 90% die Mittagsgerichte neu arrangiert, was aber nicht negativ war. Alle paar Tage gab es die Möglichkeit, auf einer Alm mit wunderbarem Bergpanorama und typisch österreichischen Musik Mittag zu essen. Beim Essen geht der Punkt in den Kategorien Auswahl, Anrichten der Speisen und Gala Abend im Vergleich zu Aldiana klar an Robinson; die Qualität war identisch. Im Robinson Landskron ist Vollpension inkludiert, sodass man lediglich die Getränke außerhalb des Restaurants zahlen muss. Für Kinder bis 12 Jahren kann man eine Getränkepauschale dazubuchen, hier und da haben uns dann die beiden Kleinen mit einem Softdrink versorgt… Die Getränke und der Service an den Bars waren top.
Das allabendliche Entertainmentprogramm war gut und ein Mix aus Livemusik, Theaterstücken und Musicalshows. Da waren wir von Aldiana weniger Qualität gewohnt. Danach vermissten wir allerdings das gemütliche Beisammensein oder die ein oder andere Party.

Im Robinson Landskron konnte die Clubinterne Freizeitgestaltung via App gesteuert werden. Man musste sich für Sportkurse und Wanderungen vorab darüber anmelden. Wir merkten auch, dass die Teilnahme unserer Kinder am Kinderessen ohne vorherige Anmeldung nicht möglich war. Aber man lernt ja nie aus. Im Punkt Sportkursen sahen wir keinen nennenswerten Unterschied zu Aldiana Bergclubs. Der Fitnessraum war frisch renoviert und mit neuen Geräten bestückt worden. So kam man zum Beispiel in den Genuss einer kostenlos nutzbaren PowerPlate. Dass man auf dem Ossiacher See segeln konnte, kam vor allem unserem Mittelkind gerade recht, welches während des Urlaubes den ersten Segelschein erwarb.
Wer gerne schwimmen geht, kann dies je nach Saison natürlich im Ossiacher See selbst oder im Hoteleigenen Schwimmbad mit wunderbarem Blick auf den See tun. Vom Schwimmbad aus kam man in die Saunalandschaft, die wir allerdings nicht testeten.
Der Roby Club war wie üblich nach Alter sortiert. So durfte jedes unserer Kinder in eine andere Gruppe. Die Große hatte von Anfang an Pubertät und blieb lieber mit Handy und Kopfhörern im Bett liegen. Die Mittlere verlor leider auch recht schnell das Interesse und widmete sich lieber dem Segeln. Nur der Jüngste bewies Durchhaltevermögen. Das Programm für die bis 6-jährigen war abwechslungsreich und größtenteils an der frischen Luft. Zudem gab es neben einer Waschmaschine und einem Trockner auch einen Spieleraum mit Tischtennisplatte und diverser kostenpflichtiger Spielautomaten. Alles in allem liegt für uns hier aber Aldiana vorn.
Ausflüge in die Umgebung
Umgeben von Bergen lag diesmal der Fokus nicht auf Wandern. Wir entschieden uns für die Buchung einer einwöchigen KärntenCard. Das Konzept kannten wir schon von der HochkönigCard aus dem Salzburger Land. Im Besitz dieser Karte steuerten wir das erste Ziel an: Die knapp eine Stunde entfernte Heidi Alm in Falkert. Barrierefrei und auch für die Kleinen geeignet, ist der selbsternannte Erlebnispark eine echt schöne Sache.

Ein anderes Mal fuhren wir knapp 40 Minuten nach Klagenfurt und schlenderten durch den Stadtkern. Auf dem Rückweg machten wir in Keutschach am See halt, um von der Spitze des Pyramindekogels das traumhafte Panorama zu genießen.. Blitzschnell war man dank Europas größter geschlossener Rutsche wieder unten.

Im 30 Minuten entfernten Bad Bleiberg ging es für uns unter Tage. Das Schaubergwerk Terra Montana versprach einen abenteuerreichen Einblick in die Arbeit der Bergleute. Außer uns waren noch eine dreiköpfige Familie und ein älterer Herr dabei. Leider entpuppte sich das Ganze als weniger erfolgreich: Der ehemalige Kumpel erinnerte mich sehr an einen meiner wenig unterhaltsamen Uniprofessoren, sodass Kind 2 und 3 vor Langeweile sterbend immer unausstehlicher wurden. Irgendwann rang der ältere Mann beim Verhalten unserer Kinder immer häufiger unüberhörbar nach Luft. So waren alle Beteiligten nach 90 Minuten mehr als erfreut über das Ende der Führung.
Keine zehn Autominuten vom Hotel entfernt überwanden wir unsere Höhenangst im FamilyWald. Den Kletterparcours selbst testeten wir nicht, die diversen Spielmöglichkeiten und die Treenets reichten uns völlig aus. Runter ging es dann in Windeseile mit der Waldachterbahn. Hier lohnte sich der Aufpreis für uns allemal!

Direkt gegenüber auf der anderen Seeseite und somit gut fünf Autominuten entfernt befand sich die Talstation der Gerlitzen Alpe Bergbahn. Oben angekommen, spürte man deutlich, dass dies eher ein Skigebiet und im Oktober auch schon die Sommersaison vorbei war. Wir liefen ein wenig rum, machten ein paar tolle Bilder und fuhren wieder runter.

Den längsten Ausflug unternahmen wir in die 100km entfernte slowenische Hauptstadt Ljubljana. Wir entschieden uns aufgrund der kürzeren Fahrtzeit auf der Hinfahrt für die Autobahn. In der Stadt angekommen, spazierten wir von unserem Parkplatz am Kongressplatz in Richtung Laibacher Burg. Wir fuhren mit der Zahnradbahn bis nach oben und bewunderten sowohl die alten Gemäuer als auch den fantastischen Blick über die Stadt. Wieder unten angekommen, flanierten wir die Flusspromenade entlang und bestaunten das geschäftige Treiben der Marketender*innen. Wir knipsten Bilder von Statuen auf der Drachen- und Fleischerbrücke sowie der vielen schönen Häuserfassaden. Für eine Verschnaufpause suchten wir uns eins der zahlreichen Cafés direkt am Flussufer. Zurück nach Österreich ging es diesmal über den gebührenpflichtigen Loiblpass, um noch ein bisschen Bergpanorama einzufangen.
So gingen die zehn Tage im österreichischen Kärnten schnell um.

Unser Fazit: Robinson oder Aldiana
Wie eingangs erwähnt, hatten wir bisher keinerlei Erfahrungen mit Robinson Clubs. Unterm Strich konnten wir den Hype verbunden mit dem teils deutlichen Mehrpreis im Vergleich zu Aldiana Clubs nicht nachvollziehen. Die Klientel und das Essen war im Landskron während unseres Urlaubes nicht wirklich anders; die Kinderbetreuung eher schlechter. Und vor allem fehlte uns hier das Aldiana-typische Clubfeeling. Vielleicht müssen wir einfach weitere Robinsons Clubs testen, um auf den Geschmack zu kommen, wer weiß….
In diesem Sinne: Servus!
Hilfreiche Links:
https://www.kaerntencard.at/sommer
https://www.pyramidenkogel.info
