Aldiana Club Salzkammergut in der Steiermark

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Umgebung von Bad Mitterndorf

Bei unseren grundverschiedenen Bedürfnissen, sich im Urlaub zu erholen, war es gar nicht so einfach eine Urlaubsform zu finden. Es sollte – neben einer schönen, gepflegten Hotelanlange mit entsprechend ausgestatteten Zimmern – abwechslungsreiche Sportangebote geben, das Essen sollte sehr gut sein, die Kinder sollten bestens im deutschsprachigen Kindsclub versorgt werden und das alles musste ins Urlaubsbudget passen. So stießen wir – damals noch mit nur einem Kind – auf die Clubhotels von Aldiana. Mein Mann konnte sich nach Belieben auspowern, ich lag mit einem guten Buch in einer ruhigen Ecke und die Kinder waren hin und weg vom Flosse Club. Um allen Wünschen gerecht zu werden, verbrachten wir abwechselnd einen Sommer am Strand und einen in den Bergen. Im Sommer 2023 waren die Berge dran.

Auf in die Steiermark

Im Kurort Bad Mitterndorf im Salzkammergut der Steiermark liegt einer der drei österreichischen Aldiana Clubs. Hier waren wir fünf Jahre zuvor schon einmal gewesen und wollten erneut ein Drittel des Urlaubes in der Hotelanlange samt angeschlossenem Thermalbades verbringen. Wir freuten uns auf das frisch renovierte Familienzimmer und waren neugierig, ob und wie sich der Club nach der Coronapandemie verändert hatte.

Frisch renovierte Familienzimmer

Nach neun Stunden Fahrt parkten wir auf dem großen, kostenlosen Parkplatz vor dem Hotel und checkten ein. Die Rezeption wirkte etwas verschlafen und auf meine Standardfrage, wo ich denn das Animationsprogramm für die Kinder fände, wurde ich etwas fragend beäugt. 

Egal, sagten wir uns und bezogen unser Familienzimmer mit Blick auf den Parkplatz bestehend aus zwei Doppelzimmern mit Verbindungtür. Gerade bei zwei Ü10 Mädchen ist mehr als ein Badezimmer Gold wert! Die Renovierung der Zimmer war wirklich gut gelungen. Das Farb- und Raumkonzept war sehr stimmig. Allerdings waren die Schränke zum Teil sehr unpraktisch. Selbst mein großgewachsener Mann musste bei der Tiefe fast schon hineinkriechen. Ich als laufender Meter kam an die oberen Fächer gar nicht erst heran. Den Reinigungsservice konnte man mit Aushang des entsprechenden Türschildes individuell beauftragen. Hier mussten wir während des Aufenthalts zwei Mal nachbessern lassen. 

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Renoviertes Familienzimmer

Was ist mit dem FlosseClub los

Ein wenig ausgeruht ging es für uns erneuet zur Rezeption, um dem fehlenden Animationsprogramm auf die Schliche zu kommen. Immer noch recht verwirrt, wurde uns mitgeteilt, dass ein Programm für ab 7-jährige erst in zwei Wochen geplant sei. Sichtlich schockiert bat ich um ein Gespräch mit der Flosse Club Leitung. Wie sich herausstellte, war das Hotel nicht wirklich ausgelastet und unsere Familie aufgrund des frühen Ferienbeginns in NRW die kommenden Tage die einzige mit Kindern über sechs. Ein eigenes Programm lohnte sich eigentlich nicht. Da aber genug Kids Club Mitarbeiter*innen vor Ort waren und sowohl mein Ärger als auch die Enttäuschung von Kind zwei und drei stetig zunahmen, wollte man bis spätestens in zwei Tagen etwas für die Drei auf die Beine stellen. Die Vorstellung, die nächste Woche nur mit den beiden Geschwistern zu verbringen, ließ unser Teenie-Mädchen allerdings augenrollend im Zimmer verschwinden – und bis auf wenige Ausnahmen auch nicht wieder herauskommen. 

Urlaub unter Freunden

Dafür, dass am nächsten Tag auch noch die Therme wegen einer technischen Störung geschlossen blieben, konnte natürlich niemand etwas, führte aber erneut zu schlechter Laune unsererseits. Auch wenn das Personal durchweg freundlich war, hatten wir das Gefühl, dass sich das Team nach Corona erst wieder finden musste. Dies wurde nicht zuletzt dadurch bestätigt, dass just an unserem Anreisetag ein neuer Clubchef sein Amt angetreten hatte.

Ab da wurde aber alles besser: Unsere Kritik wurde ernst genommen und wir hatten ein gutes, konstruktives Gespräch mit Tom, dem neuen General Manager. Die Therme waren wieder geöffnet. Und Ole aus dem Flosse Club war am Start und bereit, die verbleibenden zwei unserer drei Kinder nach Strich und Fade zu bespaßen. Dies tat er auch noch freiwillig an so manch einem Abend während seines Feierabends. So fühlten wir uns an Tag drei endlich im „Urlaub unter Freunden“.

Essen und Trinken

Im Aldiana Salzkammergut ist Halbpension plus mit einer Mittagsjause inkludiert. Abgesehen von Frühstück und Abendessen muss man Getränke sowie Snacks im Schwimmbad wie üblich extra zahlen. Die Getränke und der Service an der Bar waren durchweg (sehr) gut. 

Das Frühstück war reichhaltig, wenn wir auch die Ecke mit den leckeren Smoothies vermissten.

Die Mittagsjause hätte abwechslungsreicher sein können und uns fehlten die kleinen themenbezogenen Aktionen auf der Terrasse. Etwas fragwürdig fanden wir auch, dass die Kleidungsordnung im Restaurant öfters nicht durchgesetzt wurde. So sah man nicht selten einige Damen auf dem Weg zum Mittagsbuffet noch schnell den Bademantel über den Bikini werfen.

Abends gab es ein täglich wechselndes Themenbuffet, was leider – wahrscheinlich wegen coronabedingter Sparmaßnahmen und in allen Aldiana Clubs – unserer Meinung nach bei Vielfalt und Qualität der Speisen etwas schwächelte. Wir vermuteten viel Convenience und vermissten den Gourmetteller. 

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Aperitif mit Grimmingblick

Die Therme

Ein absolutes Highlight dieses Aldiana Clubs ist das direkt angeschlossene Thermalbad, welches man auch als Tagesgast ohne Hotelaufenthalt besuchen kann. Hier kann man in verschiedenen Innen- und Außenbecken, diversen Saunen und einer Wasserrutsche so einige Stunden verbringen. Der Zugang ist für Hotelgäste inkludiert, sodass sich unsere Kinder bei jedem Wetter dort austoben konnten. Im Sommer ist die Liegewiese des Außenbereichs mit Blick auf das Grimming-Massivs sehr zu empfehlen.

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Grimming Therme

Ausflugsziele und Wanderungen in der Umgebung

Wenn man sich einmal in den Bergen befindet, kommt man schwer ums Wandern herum. Dies gefällt unseren einzelnen Familienmitgliedern unterschiedlich gut. Während mein Mann allein oder mit mindestens einem der Mädchen recht anspruchsvolle Touren bestritt, zogen es der Jüngste und ich vor, uns eher in der Hotelanlage zu bewegen.

Der Grimming (2.351m)

Wer eine gewisse Erfahrung, die entsprechende Kondition und Trittsicherheit besitzt, kann sich zum Gipfelkreuz des Grimmings vortasten. Vom 10 Minuten entfernten Parkplatz in Kulm wandert man die knapp zwölf Kilometer zum Gipfel und zurück. Vor allem an schönen Sommertagen ist es hier sehr voll.

Die Kammspitz (2.139m)

Die etwas weniger anspruchsvolle, aber dennoch nicht zu unterschätzende Kammspitz hoch hat dieses Jahr auch das Teeniemädchen gemeistert. Vom 30 Minuten entfernten Parkplatz hinter dem katholischen Friedhof in Hofmanning ginge es auf die insgesamt zwölf Kilometer lange Wanderung.

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Kammspitz

Gasthof Dachsteinblick und Grindlhorn (1,259m)

Vom 15 Minuten entfernten Pürgg über den Kreuzweg oder direkt mit dem Auto hoch, kann man im Gasthof Dachsteinblick bei einem leckeren Stück Kuchen den grandiosen Ausblick genießen. Vom Gasthof kann man mit Kindern kleine Wanderungen wie zum Beispiel zum kleinen Hörndl und weiter zum Gindlhorn bestreiten.

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Dachsteinblick vom kleinen Hörndl

Bad Mitterndorf

Auch ohne Wandern kann man sich in und um Bad Mitterndorf gut beschäftigen. Direkt hinter der Hotelanlage befindet sich ein Barfußpfad und im 2km entfernten Stadtkern kann man gut ein bisschen durch die Sträßchen bummeln.

Kulm

Zehn Minuten mit dem Auto entfernt befindet sich die Skisprungschanze am Kulm. Wo im Winter (Welt)Meisterschaften ausgetragen werden, grast hier im Sommer das ein oder andere Lämmchen. Um den Blick von ganz oben zu genießen, kann man gemütlich durch den Wald oder direkt die Treppe entlang der Sprunganlange hochsteigen.

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Skisprungschanze Kulm

Hallstatt

Da das Wetter zeitweise etwas durchwachsen war, machten mein Mann und ich allein einen Ausflug ins 40 Minuten entfernte Hallstatt. Und obwohl wir recht früh unterwegs waren, mussten wir schon auf einen der etwas entfernteren Parkplätzen ausweichen. Das niedliche Städtchen, welches offenbar vor allem bei asiatischen und aus den Emiraten stammenden Influencern sehr beliebt zu sein schien, tat uns schon fast leid. Busseweise wurden neue Touristen angekarrt, die ohne Rücksicht auf Verluste mitten im Weg irgendeinen Content kreierten. Ein gemütlicher Spaziergang durch die kleinen Sträßchen und Gassen war schier unmöglich. So ging es für uns schneller als gedacht schon wieder ins Hotel.

Hallstatt

Fazit 

Nach gut einer Woche ging unsere Zeit im Aldiana Salzkammergut zu Ende und es hieß Koffer packen. Wenn auch die Qualität der Aldiana Clubs hier und da durch die Coronapandemie gelitten hat, wird dies nicht unser letzter Urlaub in einem der Clubhotels gewesen sein. Das setzt aber keine weitere Preissteigerung bei gleicher oder gar weniger Leistung voraus….

In diesem Sinne: Wiederschaun!

Hilfreiche Links:

https://www.salzkammergut.at

https://www.steiermark.com/de/Ausseerland-Salzkammergut/Orte-der-Region/Bad-Mitterndorf_c_841505

https://www.hallstatt.net/service/tourismusinformation

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