Mal ohne Familie: Unser Mädelstrip nach Lüttich

Entlang der Maas

Nach einem Jahr Babypause haben meine beste Freundin und ich uns Ende November endlich wieder unsere traditionelle kleine Flucht aus dem Alltag gegönnt. Diesmal drei Tage Lüttich, ganz ohne Männer, ohne Kinder, ohne Verpflichtungen. Nur wir zwei, bequeme Schuhe und keine großen Pläne – genauso lieben wir es.

Unterkunft: Van der Valk Hotel Sélys

Unser Zuhause auf Zeit war das Van der Valk Hotel Sélys: Zentrale Lage, wunderschönes historisches Gebäude und trotzdem modern mit guten Service, großen Zimmern, ausreichendem Spa und gut ausgestattetem Fitness Studio. Perfekt, um die Stadt fußläufig zu erkunden und abends einfach ins Bett oder eine Runde in die Sauna zu gehen. Parken konnten wir direkt auf dem Hotelparkplatz. Mein Tipp: Wenn ihr nur ein paar Tage da seid, lohnt sich eine zentrale Unterkunft. Lüttich ist zwar kompakt, aber hügelig. Kurze Wege machen vieles entspannter, ansonsten gibt es auch ein gut ausgebautes Straßenbahn-Netz.

Erster Eindruck von Lüttich

Nach dem Einchecken haben wir direkt einen kleinen Bummel durch die Innenstadt gemacht. So konnten wir in der Vielzahl von Geschäften ohne Stress und neugierige Blicke einige To-Dos unserer Weihnachtsgeschenke-Liste abarbeiten. Die Stadt war schon weihnachtlich geschmückt, überall Lichter, aber noch angenehm ruhig, da die Weihnachtsmärkte noch nicht geöffnet hatten. Diese Zeit zwischen Herbst und Advent hat einen ganz eigenen Charme. Ende November ist ideal, wenn ihr keine Lust auf Menschenmassen habt, aber trotzdem schon ein bisschen Winterstimmung wollt.

Abendprogramm: Essen & Spa

Abends sind wir im hoteleigenen Restaurant Shizu Fusion essen gegangen. Wirklich richtig gut; tolles Sushi und warme asiatische Gerichte – alles sehr frisch. Das hat natürlich auch seinen (gerechtfertigten) Preis. Danach ging es noch eine kleine Runde ins Hotel-Spa, konkret in Sauna und Whirlpool. Kein langes Wellnessprogramm, aber genau richtig zum Runterkommen. Wenn ihr mich fragt: Verplant gerade bei einem Mädelswochenende nicht jeden Abend! Ein Spa-Besuch oder einfach früh ins Bett ne klischeehafte Schnulze anschauen kann genauso wertvoll sein wie ein Mehrgang-Menü in einem schicken Restaurant. Unser After-Spa-Programm bestand aus der neuen Folge Maxton Hall 😉

Lüttich zu Fuß entdecken

Nachdem wir überraschenderweise und für unseren Mama-Modus untypisch lange geschlafen hatten, startete der nächste Morgen mit einem richtig guten Frühstück im Hotel. Große Auswahl für alle möglichen Geschmäcker, entspannt – alles, was man als Grundlage für einen ausgedehnten Spaziergang quer durch Lüttich braucht

Unsere Route führte uns vorbei an:

  • Impasse des Ursulines – wie ein Labyrinth aus kleine Gassen, und fast ein Geheimtipp
  • Montagne de Büren – viele Stufen, aber der Blick über die Stadt lohnt sich (wer noch mehr Ausblick möchte, geht noch ein paar Meter weiter auf das Kriegsdenkmal)
  • Gare de Liège-Guillemins – modern, beeindruckend und mit tollem Kontrast entworfen vom Katalanischen Architekten Santiago Calatrava
  • St.-Paulus-Kathedrale – ruhig, schön, perfekt für eine kleine Pause
  • Place Saint Lambert – zentral, lebendig und typisch Lüttich (von dort aus ist es ein Katzensprung ins Shoppingparadies)

Lüttich ist nicht geschniegelt oder perfekt, sondern lebendig, ein bisschen rau, durch und durch französisch sprechend und sehr authentisch. Genau das hat uns sehr gefallen.

Tipps für den Stadtrundgang:

  • Bequeme Schuhe sind Pflicht.
  • Lasst euch treiben und plant bewusst Zeit für Cafés ein – belgische Pommes oder Waffeln sind ein Muss!
  • Lüttich entdeckt man am besten zu Fuß, auch abseits der Hauptstraßen.

Abendessen wie in Belgien

Abends haben wir typisch belgisch bei Chez Philippe um die Ecke des Hotels gegessen. Bodenständig, gemütlich, sehr lecker. Genau die Art von Restaurant, die man sich nach einem langen Tag voller Eindrücke mit lokalen Gerichten wünscht. Zu nahezu jedem Gericht gibt es die berühmten Pommes – sehr empfehlenswert (der Rest aber natürlich auch).
Auch wenn ich vorher immer mal wieder recherchiert habe, kann ich euch sagen: Nicht zu lange überlegen, wo man essen geht. In Lüttich findet man viele ehrliche, gute Küchen ohne viel Schnickschnack und mit einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis.

Abschied

Am letzten Morgen hieß es ausschlafen, noch einmal lange frühstücken (Sonntags gibt es sogar Champagner und Austern – beides nicht meins, aber dennoch erwähnenswert) und dann wieder zurück zur Familie. Drei Tage waren schnell vorbei, aber sie haben gereicht, um die (Freundinnen-)Akkus aufzutanken, viel zu reden und einfach Zeit ohne Kindergeschrei und Haushalt miteinander zu haben.

Unser Fazit

Lüttich ist perfekt für einen kurzen Mädelstrip:

  • überschaubar
  • gutes Essen
  • schöne Mischung aus Alt und Neu
  • entspannt, besonders außerhalb der Hochsaison

Wenn ihr eine Stadt sucht, die nicht jeder sofort auf dem Zettel hat, aber trotzdem richtig viel zu bieten, dann gebt Lüttich eine Chance.

In diesem Sinne: À bientôt!

Hilfreiche Links:

https://www.hotelselys.be/en

www.liege.be

https://www.tripadvisor.de/Restaurant_Review-g188655-d741384-Reviews-Restaurant_chez_philippe-Liege_Liege_Province_The_Ardennes_Wallonia.html

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